Wann?

Zähne lassen sich, solange sie gesund sind, in jedem Alter in ihrer Stellung und Position korrigieren. Bestimmte Zahn- und Kieferfehlstellungen können jedoch in bestimmten Alters- und Entwicklungsabschnitten besonders gut korrigiert werden,
da hier z.B. Wachstum ausgenutzt werden kann. Um diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen, empfiehlt es sich rechtzeitig einen Termin bei uns zur Beratung zu vereinbaren. Dies kann auch schon im Kindergartenalter sein, sobald man das Gefühl hat, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Wir erklären Ihnen nach einer kurzen Untersuchung dann ob und wenn dann aus welchem Grund eine Behandlung notwendig ist.

Wer?

Eine kieferorthopädische Behandlung kann sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen erfolgen. Abhängig von der Zahn- und Kieferfehlstellung werden unterschiedliche Behandlungsmethoden und Apparaturen verwendet. Wir beraten Sie, unter Einbeziehung verschiedener Faktoren, gerne genau über die jeweiligen Möglichkeiten.

Warum?

Neben der Ästhetik spielt die Funktionalität eine ganz wichtige Rolle für die Zähne und den Kiefer. Eine Zahnfehlstellung kann beispielsweise das Zähneputzen erschweren, die Folge können Karies und Zahnfleischerkrankungen bis hin zu Zahnverlust sein. Die richtige Position des Unterkiefers zum Oberkiefer ist wichtig damit alle Kau- und Abbeißfunktionen ausgeführt werden können und um das Kiefergelenk zu schonen.

Die Stellung des Unterkiefers hängt eng mit der Körperhaltung zusammen.
Eine harmonische, neutrale Stellung des Unterkiefers zum Oberkiefer ist stets anzustreben.

 Dr. Büntemeyer & Dr. Garcia

Ablauf

Beim ersten Termin wird zunächst besprochen was Sie oder Ihr Kind an den Zähnen stört. Es werden der Zahnbestand, die Zahnentwicklung, die Zahnstellung, der Biss und das Profil untersucht. Zudem wird berücksichtigt, ob Fehlfunktionen wie falsche Schluckgewohnheiten, Lippenbeißen oder Daumenlutschen vorhanden sind. Im Anschluss werden Sie darüber aufgeklärt, ob eine Behandlung zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll ist und ob die Krankenkasse sich an den Kosten beteiligen wird oder nicht. Hierbei spielt die KIG-Tabelle (Kieferorthopädische Indikationsgruppen = KIG) bis zum 18. Geburtstag eine wichtige Rolle, in der festgelegt ist, welche Art von Zahn- bzw. Kieferfehlstellungen vorliegen müssen, um einen Großteil der Behandlungskosten von der gesetzliche Krankenkasse erstattet zu bekommen.

Soll es eine Behandlung geben werden Modelle von Ober- und Unterkiefer, Röntgenbilder und Fotos benötigt. Anhand dieser diagnostischen Unterlagen, führen wir eine genaue, individuelle Planung durch bei der wir die Modelle, Röntgenbilder und Fotos vermessen und einen passenden Behandlungsplan erstellen. Dieser Plan wird bei gesetzlich versicherten Patienten von uns bei der Krankenkasse eingereicht, worauf hin auf die Genehmigung gewartet werden muss bevor wir mit der Behandlung beginnen.

Privat versicherte Patienten bekommen ihren Therapieplan zugeschickt um mit Ihrer Versicherung die Kostenübernahme abzuklären.

Vor Behandlungsbeginn erklären wir in einem nächsten Termin zur Planbesprechung die in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten und beraten Sie dahingehend.

Des Weiteren wird geklärt welche Leistungen über die der gesetzlichen Krankenkassen oder die Beihilfe hinausgehen und was diese kosten.

Modell 1286Modell 1294

Die Behandlung

Wir bieten eine Behandlung mit herausnehmbaren sowie mit festsitzenden Zahnspangen an. Welches Behandlungsgerät für einen Patienten sinnvoll ist wird individuell je nach Fehlstellung, Alter und Zahndurchbruch entschieden. Gegebenenfalls wird unter Berücksichtigung des Kieferwachstums ein herausnehmbares Funktionskieferorthopädisches Gerät (FKO) verwendet.

Soll das erste Behandlungsgerät eine herausnehmbare Zahnspange sein, wird nachdem alles besprochen und geklärt ist ein aktueller Abdruck genommen, so dass die Spange kurze Zeit später eingesetzt werden kann. Ist eine festsitzende Zahnspange zu Beginn erforderlich, wird am Tag der Planbesprechung ein Termin zum Eingliedern der Apparatur vereinbart. Voraussetzung hierfür ist eine optimale Mundhygiene. Wird diese noch nicht beherrscht, trainieren wir oder Ihr Zahnarzt die Zahnputztechnik solange, bis das Einsetzen einer festen Spange zu verantworten ist.

Modell 1089

Die kieferorthopädische Behandlung gliedert sich in eine aktive Behandlungsphase und eine Retentionsphase.

Aktive Behandlungsphase

Die aktive Phase der kieferorthopädischen Behandlung dauert, je nach Schweregrad etwa 2 bis 4 Jahre. In dieser Zeit werden abhängig von der Zahn- und Kieferfehlstellung herausnehmbare und/oder festsitzende Apparaturen getragen. Während dieser Zeit vereinbaren wir alle 4 – 8 Wochen Kontrolltermine in unserer Praxis.

Retentionsphase

Die Retentionsphase schließt sich der aktiven Behandlungsphase unmittelbar an. Nachdem die Zahnspange entfernt wird müssen die Zähne an ihrem Ort gehalten werden, um nicht wieder in Richtung ihrer ursprünglichen Position zu wandern. Besonders wenn umfangreiche Zahnbewegungen erfolgt sind empfiehlt es sich die Zähne ein Leben lang zu stabilisieren. Hierfür werden dünne Drähte, sogenannte Retainer genutzt, sie stabilisieren die sensiblen und rezidiv anfälligen Frontzähne 24 Stunden. Sie werden unsichtbar hinter den Frontzähnen befestigt, im Unterkiefer von Eckzahn zu Eckzahn, im Oberkiefer entweder an den vier Schneidezähnen oder auch von Eckzahn zu Eckzahn.

Außerdem werden herausnehmbare Spangen, die zusätzlich in der Nacht getragen werden müssen, in der Retentionsphase eingesetzt.
Während dieser Zeit vereinbaren wir alle 10-12 Wochen Kontrolltermine in unserer Praxis.

Modell 1226

KFO und Chirurgie
Kieferorthopädisch-Kieferchirurgische Therapie

Wenn das Körperwachstum abgeschlossen ist lassen sich bestimmte Fehlstellungen und Fehllagen der Kiefer (Dysgnathien) nicht mehr rein kieferorthopädisch beheben. Sind Ober- und Unterkiefer ungleich entwickelt, kann dies zu funktionellen Problemen im Bereich der Kiefer und des Haltungsapparates führen, zudem wird die Gesichtsästhetik beeinträchtigt. In diesen Fällen ist es notwendig, eine kieferorthopädische Behandlung durch chirurgische Maßnahmen zu unterstützen. In welchem Ausmaß eine solche Therapie erfolgt, hängt vom Schweregrad der Dysgnathie ab und wird von uns für jeden Patienten individuell in enger Zusammenarbeit mit den Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen geplant.

Mundhygiene

Die Voraussetzung für ein gesundes Gebiss ist eine perfekte Mundhygiene. Um Karies und Löchern vorzubeugen zeigen wir Ihnen/ Euch wie man die Zähne richtig putzt und machen regelmäßige Zahnputzkontrollen. Um die Zähne zusätzlich zu schützen bieten wir im Rahmen der Behandlung mit festsitzenden Spangen eine Bracketumfeldversiegelung an. Besonders der häufige Genuss von süßen Speisen produziert Säuren, die täglich den Zahnschmelz angreifen und Spuren auf den Zahnoberflächen hinterlassen können. In unserer Praxis nutzen wir zur Bracketumfeldversiegelung Protecto® CaF2 Nano, ein anhaltender Schutzlack für den Zahnschmelz. Protecto® CaF2 Nano ist besonders zahnschonend, da keine Ätzung des Zahnschmelzes nötig ist. Er bildet einen säureangriffsmildernden Schutzfilm mit lang andauernder Haftung.