Herausnehmbare Zahnspangen2019-06-09T23:16:03+02:00

HERAUSNEHMBARE ZAHNSPANGEN

Herausnehmbare Zahnspangen sind nicht im Mund befestigt und können vom Patienten selbst rein und rausgenommen werden.  Es gibt sie einzeln für den Ober- und den Unterkiefer und kombiniert für beide Kiefer (Funktionskieferorthopädische Geräte).

Die herausnehmbaren Spangen, auch Platten genannt, werden für moderate Dehnungen des Kiefers, Bisseinstellungen und kleine Bewegungen einzelner Zähne eingesetzt. Der Einsatz loser Zahnspangen empfiehlt sich in der Regel während des Zahnwechsels, wenn noch Milchzähne im Mund vorhanden sind.

Herausnehmbare Zahnspangen wirken nur, wenn sie  regelmäßig getragen werden, erlauben zugleich aber eine einfache Mundhygiene.

Wie lange am Tag muss die herausnehmbare Spange getragen werden?

Um korrigierend wirken zu können, sollten herausnehmbare Zahnspangen rund um die Uhr, außer während der Mahlzeiten getragen werden. Wenn nur das Halten eines erreichten Zustandes erwünscht ist, dürfen die Zahnspangen nur nachts getragen werden. Regelmäßige Kontrolltermine bei uns in der Praxis begleiten die Behandlung.

 

Herausnehmbare Zahnspangen sind Spangen (Platten) die nicht im Mund befestigt sind und vom Patienten selbst rein und rausgenommen werden. Es gibt sie einzeln für den Ober- und den Unterkiefer und kombiniert für beide Kiefer gemeinsam wie zum Beispiel eine Vorschubdoppelplatte (VDP).

Mit Platten können moderate Dehnungen des Kiefers und kleine Bewegungen einzelner Zähne im Sinne von Zahnkippungen durchgeführt werden. Sie werden in der Regel während des Zahnwechsels eingesetzt, d.h., wenn noch Milchzähne im Mund vorhanden sind. Mit einer VDP können gleichzeitig Dehnungen des Kiefers, Bewegungen der Zähne sowie eine Bisseinstellung erfolgen. Die VDP gehört gleichzeitig auch zu den funktionskieferorthopädischen Apparaturen.

Funktionskieferorthopädische Geräte sitzen – wie herausnehmbare Zahnspangen – lose im Mund. Sie wirken in der Regel auf Unter- und Oberkiefer gleichzeitig und werden für die Wachstumssteuerung eingesetzt, indem sie körpereigene Wachstumskräfte stimulieren und trainieren. Sie wirken funktionell und ganzheitlich und machen eine harmonische Mundraumentwicklung möglich.

Funktionskieferorthopädische Apparaturen kommen beispielsweise zum Einsatz, um das Unterkieferwachstum zu unterstützen, wenn dieser sehr weit zurück liegt oder bei exzessiven Unterkieferwachstum, wenn es zu einem umgekehrten Überbiss kommt. Wie ein Turngerät stärken sie die Kaumuskeln und normalisieren und lösen Störungen und Starren in den Muskelfunktionen, wie sie etwa durch Zungen und Lippenfehlstellungen ausgelöst werden. Zahn- und Kieferstellungen werden korrigiert, was sich letztlich zugunsten der gesamten Körperstatik auswirkt.

Auch hier werden die besten Ergebnisse bei Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase erzielt.

Der Bionator ist eine herausnehmbare, locker im Mund liegende Zahnspange, die auf den Ober- und Unterkiefer gleichzeitig wirkt. Er wird zur Behebung von Dysgnathien eingesetzt, die häufig durch Fehlfunktionen, wie Zungen- und Lippenhaltungsfehler bedingt sind. Die Bionator-Therapie setzt am Ausgangspunkt einer Anomalie an und versucht Stau und Starre zu lösen, den Rückbiss zu korrigieren und Disharmonien in Harmonien zu überführen.

Besonders wirksam korrigiert der Bionator Zahn- und Kieferstellungen, wenn er von Kindern und Jugendlichen während der Wachstumsphase getragen wird. Er formt die Kiefer- und Zahnstellungen auf natürlichem Weg, durch die Kraft, die vom Patienten selbst beim Schlucken und Sprechen aufgewandt wird. Zugleich gestaltet er die Gesichtspartie auf schonende Art und Weise. Die Wirbelsäule kann sich aufrichten, wenn die Kiefer in eine korrekte Position überführt werden, was mit einer Besserung von Haltung und Atmung einhergeht und eine harmonische Mundraumentwicklung ermöglicht.

Auch der Aktivator ist eine herausnehmbare Zahnspange für den Ober- und Unterkiefer in einem Stück. Genau wie der Bionator nutzt er als Kraftquelle ausschließlich Mundmuskelkräfte. Er wird zur Behandlung von Bissanomalien in der Wachstumsphase genutzt, vor allem zur Therapie von Unterkiefer-Rücklagen mit oder ohne Tiefbiss.

Bei dem Funktionsregler nach Fränkel (nach Prof. R. Fränkel benannt) handelt es sich um ein herausnehmbares funktionskieferorthopädisches Gerät, welches ebenfalls zur Behandlung von Wachstums- und Lageanomalien von Ober- und Unterkiefer eingesetzt wird.

Im Wangen- und Lippenbereich verfügt der Fränkel über ausgedehnte Kunststoffschilder, durch die die Muskeln vor allem bei Bewegung unter Zugspannung gesetzt werden. Hierdurch wird ein Zug auf die Schleimhaut und die darunter liegende Knochenhaut ausgeübt, so dass Knochenwachstum zielgerichtet angeregt werden kann.

Je nachdem, welche Art von Fehlstellung besteht (‚Rückbiss‘= Unterkieferrücklage oder ‚Vorbiss/ umgekehrter Überbiss‘ = Progenie) werden unterschiedliche Fränkelgeräte eingesetzt. Bei einer Unterkieferrücklage muss das Unterkieferwachstum gefördert werden und es wird mit den Funktionsreglern Typ 1 und vor allem Typ 2 therapiert. Eine Progenie kann mit einem Fränkel Typ 3 behandelt werden, er ist so konzipiert, dass vor allem das Knochenwachstum im Oberkiefer bzw. im Mittelgesicht angeregt wird.

Die physiologische Wirkung des Funktionsreglers basiert auf der Steuerung natürlichen Wachstums. Er sollte möglichst rund um die Uhr getragen werden, was von Kindern in der Regel gut akzeptiert wird. Da die Kunststoffpelotten nicht im Mundraum sondern außerhalb der Zahnreihe liegen wird die Zunge beim Sprechen nicht behindert.

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